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Die Ausfahrt der HCV-Männer an die Müritz (2004) | |
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Am 14.Mai 2004 war es wieder soweit. Die Männer des HCV´83 begaben sich zu ihrer alljährlichen Ausfahrt. Nachdem Mann im Lindenhof den kompletten Stauraum unseres topmodernen Reisebusses mit Bierkästen aller Sorten gefüllt hatte und gern auch noch dieser oder jener Koffer dafür zu Hause bleiben mußte starteten 18 HCVler und ein Fahrer pünktlich 14.30 Uhr in Richtung Mecklenburg-Vorpommern. Auf den Rastplätzen wurde das mit vollem Körpereinsatz gefilterte und alkoholbefreite Bier der Natur zurückgegeben und auch so manche Bekanntschaft mitanderen Rastfreudigen gemacht. Der kontaktfreudige Narr schafft es sogar mit geschickten Überredungskünsten seinem Gegenüber 2 große Kisten Obst abzuluxen. Naja es war schon "sehr reif", aber es sollte im weiteren Verlauf unserer Tour seinen Abnehmer finden. Um 20 Uhr erreichten wir wie geplant Malchow an der Müritz. Dort bezogen wir zuerst unsere Jugendherberge und dann unsere Betten. Es sei hier festgestellt, das von unserer Mannschaft zwar der größere Teil dem Jugendalter bereits entwachsen war (manche schon seit Längerem), dennoch waren wir fast die jüngsten Bewohner. Die anderen waren zumeist radfahrende Rentner (extra in diese flache Gegend gereist, die sollen lieber mal zu uns kommen). In der Jugendherberge gabs noch Abendbrot, und dann gings auch schon in die Stadt. Ziel war eine Gaststätte in Malchow. Doch als unsere rotweiß bemütz- und bewestete Meute vor dem Lokal gesichtet wurde, hatte der Wirt nichts Eiligeres zu tun, als schnell seinen Laden dicht zu machen. Selbst drohende Beschwerde beim Tourismusverband hielten ihn nicht ab. Nein, an Umsatz sei er nicht interessiert. Aha, Gastfreundlichkeit pur, aber wer nicht will der hat schon. Es gibt halt überall noch echte Konsumgaststätten. | |
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Einige Meter weiter fanden wir eine wohlwollendere Bleibe für diesen Abend. An einer schnell zusammengestellten großen Tafel fanden wir alle in gemütlicher Runde Platz und ein herrlicher Abend konnte seinen Lauf zu nehmen beginnen (hä?) Jedenfalls wurden um die Wette Witze erzählt und Lieder gesungen, nicht immer jugendfrei, und es wurde viel gelacht (Wir Fische dürfen das !) Nachdem wir alle inclusive Busfahrer volltrunken die Kneipe kurz und klein geschlagen hatten und dann zwischen dem Gerümpel einschliefen, wurden wir früh von der Polizei geweckt und des Bundeslandes verwiesen, so daß unsere Ausfahrt ein vorzeitiges Ende nahm. |
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Das stimmt natürlich so nicht ganz. Erstens würden wir das nie tun schon um den ersten Wirt nicht recht zu geben, zweitens zerschmeißt kein Tier seine Tränke und drittens bauen wir doch Gaststätten und Säale (oder Sääle ?) wieder auf und machen sie nicht kaputt :-)) Nein wir hatten jede Menge Spaß und der Wirt hatte auch seinen Umsatz und der Erste halt nicht allerdings glaube ich nicht, daß er das hier ließt und sich somit auch nicht gebürend darüber ärgern kann, daß wir nicht bei ihm waren. Dadurch das in Malchow nach Falks Insiderinfo alles so schön nah beieinander liegt das man alles in 5 Minuten zu Fuß erreichen kann, waren wir trotz straffen Schrittes schon nach einer halben Stunde Weg wieder in der Jugendherberge, um uns den Rest der Nacht der Augenpflege zu widmen. Nach einer mehr oder weniger kurzen Nacht standen wir mehr oder weniger pünktlich um 7 bis um 8 Uhr auf, so hatten manche eine ¾ Stunde Zeit zum Frühstück an andere auch nur 5 Minuten, um um 9.00 Uhr zur Abfahrt im Bus zu sitzen. Zwar wäre unser Ziel wie alles hier auch in 5 Minuten zu Fuß zu erreichen gewesen, aber die Busfahrt hat auch ihre Reize. Zum Beispiel die beiden Kreisverkehre in Malchow in denen uns unser Fahrer jedesmal mindestens eine Runde extra ausgab. Von den Ureinwohnern der Stadt wurde dieses Tun zuweilen mit einem Lächeln im Gesicht (Fußgänger) bis zum fassungslosen Kopfschütteln gewürdigt (Autofahrer, die den Bus mehrere Male hintereinander Vorfahrt gewähren mußten). |
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Die erste Sehenswürdigkeit des neuen Tages war der Malchower Affenwald mit vorgelagerter Sommerrodelbahn. Diese wurde zuerst getestet, aber schnell zog es uns zu den Affen. Mit mehreren Warnschildern wurde darauf hingewiesen, daß man doch alle Taschen und beweglichen Teile gleich draußen lassen soll, weil die Tiere das ganz schnell mal stibitzen würden. Doch der Narr wäre ja kein Narr, wenn er sich strikt an solche Vorschriften hält. So wurden freigiebig Jackentaschen dargeboten, um die kleinen lustigen Tiere ganz nah bei sich zu haben. Und schnell hatten eine Packung Tempos ihren Besitzer gewechselt und eh man sich versieht war sie offen und an die ganze Affenbande verteilt. Auch ein Kugelschreiber hüpfte nun durch die Bäume. Wir hatten also unseren Spaß mit den Affen. Oder die mit uns. Denn beim erneuten Annäherungsversuch an den Lindenwirt nestelt der Affe ganz unschuldig an der Jackentasche um im selben Moment über die Schultern in die Bäume zu flüchten und dabei Uwes Mütze mitgehen zu lassen.... Nach ein paar Runden durchs Gehege konnte die Mütze in einer tollkühnen Aktion von Christian gerettet werden. Den Affen haben wir übrigens unsere 2 Obstkisten vermacht, durchften ab er leider nicht selbst füttern. |
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Nächste Station des Tages war eine Schiffrundfahrt auf der Müritz. Nur wenige harrten bei dem nieseligen und windigen Wetter auf dem Oberdeck aus. Der große Rest wärmte sich unter Deck und besah sich von dort das benieselte Wasser. Über einige Seen und Kanäle gelangten wir nach Waren. Dort hatten wir 3 Stunden Landgang zum Mittagessen und Stadtgucken. Im Museum hat unser Roland sogar endlich sein Geweih wiedergefunden. Außerdem haben wir in einem Aquarium die Fische der Müritz bewundern können. Leider waren immer so ähnliche Sorten in einem Becken versammelt, so dass uns die genaue Namenszuordnung oft schwerfiel. Zum Glück haben wir bereits beim Mittagessen den Fisch etwas genauer betrachten können. |
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Nach Rückfahrt, wiederholtem halbstündigen 5-Minutenmarsch und einer Verschnaufpause in unserer Herberge ging es zur großen Abschlußveranstaltung des Mecklenburger Trachtenfestes. Dieses wurde wohl anläßlich unseres Besuches veranstaltet, denn im Festzelt stellten wir nicht nur die Hälfte der Gäste, wir waren auch die einzigen in Tracht. So kam es das es sich ein Teil unserer Truppe im Zelt bei Pseudolivemusik gemütlich und das Beste aus der Sache machte. Und ein anderer Trupp versuchte im Harley-Davidson-AWO-Club beim Maibockfest sein Glück. Hier war Disco mit, wie es sich für einen Bikerclub gehört, guter Musik. In der Jugendherberge kamen im Laufe der Nacht viele kleine Grüppchen an. Das Problem war, das 19 Mann nur 2 Haustürschlüssel hatten, und so manche von 3 bis 5 an der Hauswand stehend schliefen, um mit dem nächsten Ankömmlingen ins Haus zu kommen, die zwar auch keinen Schlüssel hatten, aber wußten unter welchem Fenster sie rufen mußten. Andere verliefen sich im finsteren, in wenigen Minuten zu Fuß durchquerbaren Malchow derart, dass sie ihr Bett erst kurz vor dem Aufstehen aufsuchen konnten. So kam es, das am 3. Tag die Aufstehzeiten noch weiter auseinander drifteten. Dennoch konnte relativ pünktlich die Heimreise angetreten werden. Auf dieser machten wir noch Halt in Röbel. Die Schwimmer machten einen Hafenrundgang und die Nichtschwimmer gingen ins die Müritztherme (Waikiki-Clone). Als wir uns alle wieder gefunden hatten gings nach dem Mittagessen dann wirklich heim. Nach 5 Stunden intensivem Katzeklo-Hörgenuß waren wir ca. 18.00 Uhr im leimschen Lindenhof. |
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